Welche Knochen dürfen Hunde fressen?

2019-02-08T13:44:01+00:007. Februar 2019|Ernährung, Gesundheit|0 Kommentare

Knochen werden von den meisten Hunden gerne benagt, geknackt und gekaut. Doch immer wieder kommt bei Hundehaltern die Frage auf, ob das Füttern von Knochen überhaupt sinnvoll ist. Können gesundheitliche Probleme entstehen? Und welche Knochen dürfen überhaupt verfüttert werden, welche nicht?

 

Grundsätzlich und für alle Knochen gilt: Rohe Knochen können bedenkenlos verfüttert werden. Gekochte Knochen sind immer tabu, egal von welchem Tier sie stammen.

Auch Hühnerknochen sind im rohen Zustand geeignet

Weit verbreitet ist die Annahme, Geflügelknochen seien so spröde, dass beim Zerbeißen scharfe und spitze Knochenfragmente entstünden, die den Verdauungstrakt des Hundes lebensbedrohlich verletzen könnten. Das trifft allerdings nur auf gekochte, gegrillte oder anders erhitzte Exemplare zu. Fakt ist, dass die Knochen aller Tierarten nach dem Erhitzen nicht mehr für Hunde geeignet sind, weil genau diese Veränderungen in der Knochenstruktur auch bei Rind, Lamm, Schwein und allen anderen Tieren eintreten. Dieser Grundsatz sollte unbedingt beachten werden, auch wenn es schade erscheint, dass man die Reste einer feudalen Mahlzeit statt im Hundenapf im Biomüll entsorgen muss und Bello mit tropfendem Zahn danebensteht.

Knochen von jungen Schlachttieren sind am besten geeignet. Diese Knochen enthalten viele Mineralien und Spurenelemente und sind sehr elastisch. Außerdem kann man davon ausgehen, dass sich weniger oder keine Schadstoffe in die Knochenstruktur einlagern konnten. Wenn noch Fleischreste am Knochen sind, freut sich der Hund umso mehr und kann die Knochenmahlzeit insgesamt besser verdauen. Hier können Sie gerne einen Blick in unsere Natural Snacks-Kategorie werfen, dort haben wir aller Art natürliche Kauknochen, die für Ihren Hund geeignet sind. (LINK)

Schwein – Ja oder Nein?

Rohes Schweinefleisch war in der Hundefütterung lange Zeit verpönt. Schuld daran war die Angst vor übertragbaren Krankheiten. Schweine können das Virus der sogenannten „Pseudowut“ tragen, ohne wirklich krank zu erscheinen. Für Hunde ist eine Infektion jedoch immer tödlich. Da in Deutschland diese Erkrankung anzeigepflichtig ist, gibt es gesicherte Zahlen zur Ausbreitung der Seuche, die zeigen, dass die Hausschweine nahezu frei von dem Erreger sind. Rohes Fleisch und Knochen vom Wildschwein sollte jedoch nach wie vor vermieden werden.

Auch die Angst vor Salmonellen lässt Hundebesitzer immer wieder zweifeln, ob eine Rohfütterung sinnvoll ist oder nicht. Wenn darauf geachtet wird, dass nur qualitativ guter und frischer Knochen verfüttert wird, sind auch in dieser Hinsicht keine Probleme zu erwarten. Gesunde Hunde haben zudem ein sehr effektives Abwehrsystem im Magen-Darm-Trakt, sodass geringe Mengen von krankmachenden Bakterien mühelos verarbeitet werden können. Wer sich jedoch unwohl dabei fühlt, sollte seinem Vierbeiner lieber Knochen aus unserem Premiumsortiment anbieten.

Vorteile der Knochenfütterung

Für Hunde ist das Knabbern eine sinnvolle und artgerechte Beschäftigung: die rohen Knochen zu bearbeiten, Fleischreste abzuknabbern oder das Knochenmark herauszulecken ist ganz nach ihrer Natur. Auch auf die Zahngesundheit wirkt sich das Verfüttern von Knochen positiv aus, da der mechanische Abrieb die Zähne reinigt und das Abnagen die Kau- und Kopfmuskulatur stärkt.

Wer Knochen verfüttert, muss aber unbedingt auf den Stuhlgang des Hundes achten. Zu viel Knochen können zu Verstopfungen führen, zu viel Knorpel in Einzelfällen zu Durchfall. Eine angemessene Portion umfasst maximal 10 g Knochen pro kg Körpergewicht des Hundes. Denken Sie daran, bei Hunden, die zu Übergewicht neigen, die übliche Tagesration an Hundefutter etwas zu reduzieren, da dem Hund durch die Knochenfütterung zusätzliche Kalorien zugeführt werden.

Grundsätzlich können sämtliche Knochen von Schlachttieren verfüttert werden. Auch verschiedene Gelenke, Geflügelhälse oder Kaninchenköpfe sind für Hunde eine willkommene Abwechslung. Beliebte Knochen mit Fleischanteil sind Rinder-/Kalbs-Brustknochen, sowie Markknochen, Lammrippchen, Hühner- und Putenhälse sowie Hühnerrücken.

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